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  • NICHTS WIE HIN (46)

    Irgendwas ist ja immer. Terminkollisionen und Wetterkapriolen, Wohlergehen und Weltgeschehen. Deswegen verpasst man immer wieder wunderbare Kulturveranstaltungen, die man eigentlich gern gesehen hätte, wenn nicht... nun ja, siehe oben. Am Schlimmsten ist aber vielleicht sogar was anderes: Der fehlende Überblick. Es ist einfach zu viel los! Deshalb gibt's von uns jetzt pro Woche drei Tipps: alle ganz unterschiedlich, aber alle absolut lohnenswert! Eines ist ja mal klar: Am Willen liegt's nicht! Die meisten von uns würden gerne sieben Tage die Woche irgendwas aus der Kultur mitnehmen. Konzert, Theater, Lesung, Kino, Ausstellung, Performance - die Möglichkeiten sind endlos. Und alles und auf ihre Weise interessant, aufregend, mitreißend, provokativ, inspirierend. Und trotzdem bleiben häufig Stühle leer, aber Couches gefüllt. Weil es halt doch nicht so einfach ist, erstmal mitzubekommen, was alles los ist es zu behalten und in den eigenen Kalender einzubauen dann tatsächlich in der Stimmung sein hinzugehen jemanden zu finden, die/der mit dabei ist und dann keinerlei Alltags-Hindernisse zu haben, wie Wetter, Wohlsein, Weltgeschehen. Einfach ausprobieren Deshalb gibt's von uns jede Woche drei Schlaglichter auf Veranstaltungen und Ereignisse, die in der kommenden Woche stattfinden und von denen wir denken: Da könnte man durchaus hingehen! Wie schauen dabei auf eine gute Mischung aus drinnen und draußen, gratis und teuer, traditionell und experimentell. Wir sagen nicht: Da ist für jeden was dabei. Wir sagen: Alles ist für jeden was! Wir sind nämlich überzeugt, dass unsere Tipps sich für alle erschließen lassen, die Lust haben, was zu entdecken. Wenn der Schlagerfan plötzlich zu Freestyle Hip-Hop abgeht, der pensionierte Bungalowbewohner in die Welt des Graffiti eintaucht oder die notorische Schulschwänzerin in der Kunstgalerie die Zeit vergisst, dann ist das genau der Effekt, den wir uns wünschen. Aber genug schwadroniert, hier sind die Tipps für diese Woche:

  • ANDERS ALS DIE ANDEREN

    Bereits zum neunten Mal hat im September das Zeichenfestival „ausgezeichnet“ stattgefunden. Wieder einmal hat die Oldenburger Kunstschule ein kontroverses Thema vorgegeben: Unter dem Titel „Zombies und Zeichnung“ geht es aber nicht etwa um Splatterfilme, sondern um das Anderssein - darum, wie wir damit umgehen und was es mit uns macht. Die Ergebnisse? Bieten nicht nur für die Beteiligten Momente der Selbsterkenntnis. Sie kauern in Nischen, sie stehen am Rand, sie warten im Schatten. Manchmal jedoch bewegen sie sich im hellen Tageslicht, verhalten sich ganz normal, sind mitten unter uns. Wer „sie“ sind? Nein, keine Zombies aus blutrünstigen Splatterfilmen, sondern: die Anderen. Diejenigen, die von der Norm abweichen, die sich von der Masse abheben, die schlichtweg etwas anders sind als der Rest. Mit dem 9. Oldenburger Zeichenfestival hat die Oldenburger Kunstschule einmal mehr ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufgegriffen. Ging es bei der letzten Auflage im Jahr 2021 um die Wut und unseren Umgang mit ihr, steht nun die Frage im Mittelpunkt, wie wir das Anderssein definieren und was es bedeutet, anders zu sein. Etwa zweihundert Jugendliche haben im September ihre Antworten darauf gegeben, die nun für zwei Wochen im Core zu sehen sind. Dabei erfährt man viel über die Wahrnehmungen junger Menschen - und letztlich auch über sich selbst. OLDENBURGER KUNSTSCHULE 9. OLDENBURGER ZEICHENFESTIVAL: ZOMBIES UND ZEICHNUNG - VOM ANDERSSEIN 28. SEPTEMBER - 13. OKTOBER MONTAG-FREITAG 14-18 Uhr SAMSTAG 11-16 Uhr CORE HEILIGENGEISTSTRAßE 6-8 26121 OLDENBURG Zweihundert Mal Zeichnung Mit „ausgezeichnet“ hat Oldenburg seit 2007 ein eigenes Zeichenfestival. Alle zwei Jahre findet es im September statt und verzeichnet (sic!) Teilnehmerzahlen im dreistelligen Bereich. Es geht aber nicht etwa darum, große Künstler:innen in die Stadt zu holen und sie hier weihevoll auszustellen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Selbstermächtigung und Eigenkreation. Junge Menschen erstellen unter professioneller Anleitung und in stimulierender Umgebung eigene Werke - und entdecken manchmal erst dabei ihr Talent für Zeichnung und Gestaltung. Da wäre man gerne dabei gewesen: Intensive Arbeit im Studio 10 der Oldenburger Kunstschule in der Innenstadt. (Bilder: Izabella Mittwollen) „Insgesamt sechs Workshops haben stattgefunden“, berichtet Projektleiter Georg Lisek von der Oldenburger Kunstschule. Die Leitung übernahmen sechs renommierte Künstler:innen aus der ganzen Bundesrepublik - aus Köln, Berlin, Essen, aus Hamburg und Oldenburg. „Eine Woche lang haben sie sehr intensiv mit rund 200 Jugendlichen von Oberschule, IGS und Gymnasium gearbeitet. Fünf Stunden am Tag - fünf Tage hintereinander.“ Zusätzlich hätten weitere Mikro-Workshops stattgefunden, in denen bestimmte Gedanken noch vertieft wurden und in denen weitere Werke entstanden. Das Besondere dabei: Sie haben zum Teil mit Personen stattgefunden, die wir intuitiv mit dem Attribut „anders" beschreiben würden, nämlich Gefängnisinsassen und Obdachlosen. Georg erinnert sich gern daran zurück: „Diese Arbeit war besonders berührend und bewegend, weil diese Menschen definitiv von Ausgrenzung betroffen sind, aber trotzdem natürlich Teil der Gesellschaft bleiben.“ Nur keine Angst Das Thema „Zombies“ hingegen dürfe bei manchen Menschen ungute Assoziationen wecken. Mit dem Erfolg von „The Walking Dead“ sind sie zwar in der Popkultur angekommen, dennoch gelten sie nicht gerade als umgängliche Zeitgenossen. Muss man etwa befürchten, dass die Arbeiten nichts für schwache Mägen sind und die Ausstellung erst „ab 18“ betreten werden darf? „Nein, ganz und gar nicht“, zerstreut Georg diese Zweifel. „Es gibt hier kein Blutvergießen, kein Gemetzel und Gemorde.“ Im Zentrum stehe vielmehr die Frage des Andersseins. „Wer sind die Ausgestoßenen, die Abtrünnigen, die Außenseiter? Was sind das für Figuren und wie sehr sind wir das selbst? Wer entscheidet, wer dazugehört und wer nicht?“ Zwar gebe es in einigen Werken durchaus eine Zombie-Ästhetik, die Jugendlichen hätten zum Teil aber auch sehr witzige und charmante Antworten gegeben. Andere wiederum hätten sich ernsthaften oder sogar schwierigen Themen gewidmet wie etwa der Unterdrückung von Frauen oder der modernen Sklaverei. Auch Corona habe in den Werken eine Rolle gespielt, erzählt Georg: „Einerseits waren mit den Masken plötzlich alle gleich, andererseits haben sich alle gleichermaßen verloren und ausgegrenzt gefühlt.“ Kunst als Katalysator Hier zeigen sich gleich zwei Qualitäten des Zeichenfestivals bzw. der Kunst als Medium der inhaltlichen Auseinandersetzung. Ein Thema, das zwar alle betrifft, das wir aber dennoch nicht greifen können, manifestiert sich vor unseren Augen. Was sonst ungreifbar durch unseren Verstand mäandert, erhält plötzlich eine Gestalt, zu der wir uns verhalten können. Das heißt: Die Kunst - bzw. die Werke der beteiligten Jugendlichen - macht uns Gedanken und Gefühle zugänglich. Sie sind eine Inspiration. Gleichberechtigt daneben - oder sogar noch darüber - steht die künstlerische Expression. Es geht nämlich nicht nur um eine kognitive Auseinandersetzung mit einem Thema, sondern auch - bzw. vor allem - um die künstlerische Umsetzung, um Genres und Stile, um Mittel und Methoden und um den Mut, eigene Ideen umzusetzen. Georg beschreibt es so: „Das künstlerische Arbeiten ist das Mittel, um sich einer sozialen Fragestellung zu widmen und sich auf eine ganz interessante Weise damit zu befassen.“ All das begegnet uns in der Ausstellung im Core - passenderweise in kellerartigen Räumen mit unverputzten Wänden, die sonst kaum jemand sieht oder betritt. Ein Ort, an dem man Zombies vermuten könnte, wenn es sie denn gäbe. Ein vermeintlicher Nachteil wird dabei sogar zum Vorteil: In diesen Katakomben gibt es keine Fenster, Tageslicht haben sie noch nie gesehen. Was für Wohnungen ein Alptraum wäre, ist für Ausstellungen ein Idealfall, weil man die Beleuchtung somit selbst in der Hand hat. Das Team der Kunstschule lässt sich auf jeden Fall etwas einfallen, um die schaurige Thematik ins rechte Licht - oder in Dunkelheit? - zu rücken. Provokationen wagen Die Kunstschule bleibt beim Zeichenfestival an der Türschwelle der Ateliers aber nicht stehen - sie geht darüber hinaus in den öffentlichen Raum. Dort stellt sie aber nicht etwa gefällige Zeichnungen aus, sondern sucht die Provokation. „Wir haben weitere fünf Künstler eingeladen, zusätzliche Arbeiten für den Außenraum zu schaffen“, erklärt Georg. Dazu gehörten der bekannten Kölner Street Artist M05K, die gebürtige Ukrainerin Olga Grigorjewa (von der man noch bis zum 5. Januar 2024 eine Ausstellung in der VHS sehen kann), sowie die Schülerinnen Sophia Speer und Jasmin Speckmann. „Unter ihnen war aber auch der Oldenburger Künstler Lars Unger, mit dem wir eine spezielle Plakataktion realisiert haben", ergänzt der Projektleiter. Und die hat es in sich. Schon lange vor der Ausstellungseröffnung sorgte sie für viel Reaktionen. Warum? Gute Frage. Denn bleibt man auf der Sachebene, dann hat Lars lediglich Begriffe auf eine weiße Fläche geschrieben. Worte wie „Frauen“, „Männer“, „Türken“, „Juden“, „Zecken“ oder „Bullen“ sind für sich vollkommen wertfrei und beschreiben lediglich Bevölkerungsgruppen bzw. Tiere. Dennoch blieb die Aktion nicht ohne Reaktion: „Die Leute gehen natürlich sehr darauf ein“, schildert Georg seine Eindrücke. „Auf der Brücke sieht das so aus, dass die Plakate schon massiv beschmiert wurden und es Versuche gab, sie abzureißen. Manche Leute stehen auch vor einem Plakat und sagen: ‘Da steht Juden, das kann man doch nicht machen.‘“ Raus aus dem Atelier: Die Oldenburger Kunstschule hat beim 9. Zeichenfestival starke - und bisweilen provokante - Akzente im Stadtraum gesetzt. (Bilder: Izabella Mittwollen, Kulturschnack) Nein? Die Frage wäre dann aber: Warum nicht? Und die Antwort dürfte viel über uns verraten. Wir Menschen sind so stark von Zusammenhängen beeinflusst, dass wir sie häufig nicht mehr wegdenken können, selbst wenn wir wollen. Und so ertappen wir uns dabei, dass wir bei manchen Begriffen auf den Plakaten der Kunstschule an etwas ganz anderes denken, als dort tatsächlich steht. Das ist einerseits provokant, weil die negativen Reaktionen zu erahnen waren. Das ist andererseits aber wunderbar entlarvend, denn es zeigt, wie sehr wir in starren Strukturen denken. In ihrer Einfachheit und Klarheit ist die Aktion von Lars Unger letztlich genial, denn sie erzielte genau den Effekt, der beabsichtigt war - und den hoffentlich viele Menschen zum Nachdenken nutzen werden. Leider wird man die Werke im Stadtraum aber nicht mehr persönlich anschauen können: die entsprechenden Wände waren nur für eine bestimmte Zeit gebucht und werden nun sukzessive mit neuen Plakaten von anderen Auftraggebern überklebt. Mehr Gefühl Keine Frage: Mit dem Zeichenfestival schärft die Oldenburger Kunstschule ihr Profil - und das geht über die reine Vermittlung von Kunstfertigkeiten weit hinaus. Vielmehr begreift sich die Kunstschule als eine Bildungsinstitution, die ganzheitlich denkt und handelt. Sie verbindet die Kunst mit einem intensiven Blick auf unsere Gesellschaft und uns selbst als Individuen. Dabei legt sie insbesondere Themen frei, die im Alltag zwar präsent sind, die aber dennoch selten besprochen oder verhandelt werden. Die Mittel der Kunst erweisen sich bei „Zombie und Zeichnung“ einmal mehr als facettenreicher und effektvoller als viele fachliche Diskussionen. Sie entstehen aus Gefühlen der jungen Künstler:innen heraus - und appellieren beim Publikum an eben jene. Damit mag man inhaltlich nicht in die Tiefe dringen, man sensibilisiert aber für das Thema und emotionalisiert die Betroffenen. Und das zeigt: Kunst ist ein Mittel der Visualisierung, der Reflektion und der Expression. Alle Wirkungen kommen hier zum Ausdruck. Es lohnt sich also, den kurzen Weg in die Katakomben des Core zu gehen. Denn auch wenn man sich selbst nicht als Außenseiter begreift, wird man etliche gedankliche Ansätze nachvollziehen können. Schließlich gilt: Wir alle sind anders als die anderen. Oder?

  • PODCAST: FOLGE 22

    Das Theater Laboratorium ist mit seinem Figurentheater eine Instanz in Oldenburg. In dieser neuen Folge bekommen wir einen Einblick in seine spannende Geschichte und noch vieles mehr. Figurentheater. Wenn ihr bei diesem Begriff bisher immer dachtet, dass es sich hier bloß um seichtes Unterhaltungsprogramm für Kinder handelt, dann liegt ihr damit wirklich sowas von falsch! Denn das Theater Laboratorium beweist seit Jahrzehnten das Gegenteil, ist eine kulturelle Instanz unserer Stadt und eines der erfolgreichsten Privattheater Niedersachsens. Doch vermutlich ist euch die große Kunst, die das Theater Laboratorium mit seinen Figuren entstehen lässt, längst ein Begriff. Umso dringlicher war für uns die Notwendigkeit mit den beiden künstlerischen Leitern des Theaters Barbara Schmitz-Lenders und Pavel Möller-Lück zu sprechen und mehr über ihren Weg nach Oldenburg und die Entstehung des heutigen Theaters samt der einzelnen, unterschiedlichen Stationen zu lernen. Zudem erfahren wir von den beiden mehr über ihre Stücke sowie die kreativen Möglichkeiten, die ihnen das Arbeiten mit Figuren, aber manches Mal auch Objekten, eröffnet. Denn, wie wir in dieser Episode lernen durften: es kann ein einzelner, wunderschöner Koffer sein, der die Inspiration eines ganzen Stückes bietet. Wenn ihr direkt euren nächsten Besuch im Theater Laboratorium planen möchtet, dann findet ihr unter folgendem Link alle weiteren Informationen: www.theater-laboratorium.org

  • NICHTS WIE HIN (45)

    Irgendwas ist ja immer. Terminkollisionen und Wetterkapriolen, Wohlergehen und Weltgeschehen. Deswegen verpasst man immer wieder wunderbare Kulturveranstaltungen, die man eigentlich gern gesehen hätte, wenn nicht... nun ja, siehe oben. Am Schlimmsten ist aber vielleicht sogar was anderes: Der fehlende Überblick. Es ist einfach zu viel los! Deshalb gibt's von uns jetzt pro Woche drei Tipps: alle ganz unterschiedlich, aber alle absolut lohnenswert! Eines ist ja mal klar: Am Willen liegt's nicht! Die meisten von uns würden gerne sieben Tage die Woche irgendwas aus der Kultur mitnehmen. Konzert, Theater, Lesung, Kino, Ausstellung, Performance - die Möglichkeiten sind endlos. Und alles und auf ihre Weise interessant, aufregend, mitreißend, provokativ, inspirierend. Und trotzdem bleiben häufig Stühle leer, aber Couches gefüllt. Weil es halt doch nicht so einfach ist, erstmal mitzubekommen, was alles los ist es zu behalten und in den eigenen Kalender einzubauen dann tatsächlich in der Stimmung sein hinzugehen jemanden zu finden, die/der mit dabei ist und dann keinerlei Alltags-Hindernisse zu haben, wie Wetter, Wohlsein, Weltgeschehen. Einfach ausprobieren Deshalb gibt's von uns jede Woche drei Schlaglichter auf Veranstaltungen und Ereignisse, die in der kommenden Woche stattfinden und von denen wir denken: Da könnte man durchaus hingehen! Wie schauen dabei auf eine gute Mischung aus drinnen und draußen, gratis und teuer, traditionell und experimentell. Wir sagen nicht: Da ist für jeden was dabei. Wir sagen: Alles ist für jeden was! Wir sind nämlich überzeugt, dass unsere Tipps sich für alle erschließen lassen, die Lust haben, was zu entdecken. Wenn der Schlagerfan plötzlich zu Freestyle Hip-Hop abgeht, der pensionierte Bungalowbewohner in die Welt des Graffiti eintaucht oder die notorische Schulschwänzerin in der Kunstgalerie die Zeit vergisst, dann ist das genau der Effekt, den wir uns wünschen. Aber genug schwadroniert, hier sind die Tipps für diese Woche:

  • EIN TUK TUK FÜR OLDENBURG

    In Südostasien sind sie allgegenwärtig: die kleinen, dreirädrigen Gefährte mit ihren knatternden Zweitakt-Motoren. Zusammen mit Millionen von Mopeds prägen die Tuk Tuks das Straßenbild in Bangkok und Phnom Penh, in Saigon und Jakarta. In Zentraleuropa sieht man sie dagegenselten. Doch das könnte sich nun ändern - ausgerechnet in Oldenburg. Große Veränderungen beginnen häufig mit arglosen Fragen. Sie brechen komplexe Sachverhalte auf das Nötigste herunter und machen die Antworten damit einfacher. So war es in diesem Jahr auch beim Freizeitlärm-Kollektiv. Als Veranstalter kleinerer und größerer Kulturformate stand man oft - und immer öfter - vor derselben Frage: Geht das nicht einfacher? Statt auf eine Antwort zu warten, entwickelte eine eigene Idee - die nun eine Brücke zwischen Südostasien und Nordwestdeutschland schlägt. Überraschenderweise eröffnet ausgerechnet ein Alltagsgefährt aus der Region zwischen Indien und den Philippinen genau jene Möglichkeiten, die man nun zwischen Ofen und Wüsting braucht. EIN TUK TUK FÜR OLDENBURG EINE CROWDFUNDING-KAMAPAGNE DES FREIZEITLÄRM E.V. AUF DER PLATTFORM „VIELE SCHAFFEN MEHR“ LAUFZEIT: 16. AUGUST - 14. NOVEMBER JETZT UNTERSTÜTZEN! Exotisch? Nein, praktisch! Dreirädrige Gefährte gab es natürlich nicht nur in Fernost. In den Nachkriegsjahrzehnten fuhren solche Vehikel auch durch Oldenburg. Die Entwicklung ging danach aber in eine andere Richtung, die Fahrzeuge wurden hierzulande immer größer und breiter. In anderen Teilen der Welt schätzt man aber nach wie vor die hohe Flexibilität und die enorme Praktikabilität der Tuk Tuks. Und manchmal sind genau diese Eigenschaften auch hierzulande gefragt - zum Beispiel dann, wenn man komplexe Dinge einfach machen will. „Als Verein sind wir auf vielen Veranstaltungen unterwegs, zum Beispiel beim CSD“, erzählt Gesine Geppert von Freizeitlärm. Irgendwann habe man sich die Frage gestellt, wie man Musik oder mündliche Beiträge moderat verstärken könnte, ohne eigens eine Anlage auf- und Wieder abbauen zu müssen. „Ein Tuk Tuk hat bietet mit seiner kleinen Ladefläche ideale Dimensionen, um eine kleine Anlage zu platzieren“, nennt Gesine einen entscheidenen Vorteil. Außerdem könnte es auch auf meisten Arealen mühelos rangieren, so dass es universell einsetzbar ist. Beim Gedanken an ein Tuk Tuk ging es also nicht etwa darum, die Verkehrssituation asiatischer Metropolen nachzubilden. Das kann niemand und vermutlich will das auch niemand. Vielmehr standen praktische Erwägungen im Mittelpunkt: „Wie wollen ein kompaktes mobiles Fahrzeug mit Ladefläche, das nicht leicht umkippen kann“, bringt Gesine die Anforderungen auf dem Punkt. Und sie sind alle erfüllt. Eines für alle Wer beim Namen Freizeitlärm in Oldenburg an Techno denkt, liegt nicht falsch. Der Verein hat u.a. das Festival „Ein außergewöhnliches Ereignis“ auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks auf der Südseite der Hunte realisiert. Das Tuk Tuk ist aber keineswegs dieser Zielgruppe vorbehalten. Im Gegenteil: Die Nutzung ist betont offen und für ganz unterschiedliche Projekte offen stehen. „Egal ob beim CSD oder der Mass, auf dem Schlossplatz oder dem Utkiek, ob privat oder gewerblich - das Tuktuk ist für alle da und macht das, was es am besten kann: Auffallen, kultig sein und eure Veranstaltungen bereichern. Klein und bunt, nicht gerade schnell, dafür aber laut und einzigartig! Denn klimafreundliche Entschleunigung muss nicht immer leise sein - Kunst und Kultur will schließlich gehört werden.“ „Das betrifft vor allem kleine Kulturveranstalter:innen und Künstler:innen ohne kommerzielles Interesse und ohne großes Budget“, präzisiert Gesine. Sie sollen in die Lage versetzt werden, kleine Events an bekannten oder ungewöhnlichen Orten durchzuführen, ohne erst einen großen Apparat in Gang setzen zu müssen. Un genau diese Projekte sind es, die sich viele Menschen in Oldenburg wünschen und die einen großen Reiz ausmachen. Die Sache mit dem Kaufpreis Es gab allerdings einen Haken an der Sache: Neue Tuk Tuks sind - anders als man vielleicht erwarten könnte - keineswegs Schnäppchen zu Spottpreisen. Die Angebote europäischer Hersteller oder Importeure überschreiten häufig die Zehntausend-Euro-Marke. Das ist nichts, was ein Verein aus Ehrenamtlichen nebenher stemmen könnte. Deshalb hat der Freizeitlärm e.V. ein Crowd-Funding gestartet. Auf der genossen-schaftlichen Plattform „Viele schaffen mehr“ kann man das Projekt mit einem frei wählbaren Betrag unterstützen. Kommt die Mindest-Summe von 1.500,- Euro zusammen, wird sie von den Volks- und Raiffeisenbanken noch verdoppelt. Das heißt: Aus jedem Euro, den ihr spendet, werden am Ende zwei, eine sagenhafte Rendite von 100 Prozent! Bis zum erreichen des Ziels ist das Tuk Tuk noch Zukunftsmusik. Das heißt: Die Realisierung hängt vom Erfolg der Kampagne ab. Zwar sah es einen Monat nach dem Start bereits gut aus, bei Erscheinen des Artikels waren bereits 1.370,- Euro zusammengekommen. Jedoch braucht es für den Kauf und die Ausstattung des Tuk Tuk eine höher Summe - Spenden sind deshalb weiterhin nötig und willkommen. Kein mobiler Technotempel Wer nun befürchtet, dass dank des Tuk Tuk in Zukunft die ganze Nacht lang Technobässe durch Oldenburg wummern, kann sich entspannen. Erstens sind die Dimensionen der installierten Anlage so gering, dass sie zwar kleine Veranstaltungen beschallen, aber nicht ganze Stadtteile nachts wachhalten können. Und zweitens wird die Nutzer:innenvielfalt dafür sorgen, dass nicht nur laute Veranstaltungen realisiert werden. Und sowieso gilt ja: die Freizeitlärm-Richtlinie des Landes Niedersachsen. Zudem wird das Tuk Tuk selbst im Flüstermodus unterwegs sein. Auch wenn das Knattern ihmseinen Namen gab, bleibt die Zeit auch für die Kleingefährte nicht stehen. Längst gibt es elektrische Varianten, die leise schnurren statt laut zu tuckern. Auch wenn es ihnen ein Stück ihres Charakters nimmt, war diese Entwicklung für Freizeitlärm nicht unbedeutend: „Wir würden gerne dazu beitragen, dass man Veranstaltungen in Zukunft klimaneutral durchführen kann“, betont Gesine. Ein Fahrzeug mit Verbrennermotor passe nicht dazu. „Deshalb würden wir ein Tuk Tuk mit Elektroantrieb anschaffen - auch wenn es nicht so schön klingt.“ Tausend gute Gründe Viele Argumente sprechen also für ein Engagement. Mit dem Tuk Tuk könnte es vor allem für Unerfahrene deutlich einfacher werden, eine kulturelle Veranstaltung durchzuführen. Man bekäme die gesamte Veranstaltungstechnik „in one go“, also aus einer Hand. Das wiederum ist auch aus Konsument:innenperspektive interessant. Denn je einfacher die Durchführung mehr, desto mehr Veranstaltungen dürfte es geben. Vor allem für die Subkultur ist das eine gute Nachricht. Zwischen den etablierten Größen im Kultursektor könnten neue Akteur:innen und Gruppen erste Gehversuche wagen. Dadurch würde die Oldenburger Kulturlandschaft dichter, bunter und jünger. Wir wollen nicht so weit gehen, ein Fahrzeug als Verjüngungskur zu glorifizieren. Das ist es nicht. Jedoch darf man es als Möglichmacher bewerten - und das wiederum setzt vieles in Gang, von die Stadt dauerhaft profitieren würde. Die Antwort auf die arglose Frage, wie es bei kleinen Kulturveranstaltungen einfacher gehen könnte, ist also ganz klar: Mit einem Tuk Tuk für Oldenburg!

  • JAZZ ABER LOS

    Gut, für Wortspiele mit Jetzt und Jazz bekommt man keinen Originalitätspreis mehr. Aber immerhin passt unsere Variante bestens: Nicht nur findet vom 20. bis zum 27. September das Jazzfest in der Oldenburger Kulturetage statt. Nein, auch die Nachfrage nach Karten ist groß, das erste Konzert bereits ausverkauft. Höchste Zeit also, den Reiz des Jazz auch für sich selbst zu entdecken - und gleich einzutauchen! Mit dem Jazz ist es so eine Sache. Einerseits versprüht er mit seiner typischen Baratmosphäre und seiner introvertierten Verspieltheit einen ganz eigenen Reiz und Namen wir Miles Davis, John Coltrane oder Charlie Parker erzeugen eine große Faszination - nicht zuletzt, weil ihre Lebensläufe alles andere als gradlinig waren. Andererseits ist die Musik häufig nicht sofort zugänglich und mitunter sogar schwer verständlich. Anders als etwa Pop muss man sie sich erst erschließen. Zum Glück muss man aber nicht mit atonalen Klangexperimenten enfangen, die letztlich eher Hardcore-Enthusiasten ansprechen. Es gibt auch Spielarten des Jazz, die deutlich leichter zu konsumieren und erfassen sind - die aber durchaus schon andeuten, worin der Reiz dieser Musik liegt. Und genau diesem Grenzbereich zwischen Pop und Jazz widmet sich nun die Kulturetage mit dem „Jazzfest“. Warum das ein guter, aber kein perfekter Einstieg ist? Das berichtet Booker Andreas Holtz im Gespräch. KULTURETAGE OLDENBURG JAZZFEST 20. SEPTEMBER, 20 UHR: CURTIS STIGER (TICKETS) 23. SEPTEMBER, 20 UHR: TINGVALL TRIO (AUSVERKAUFT) 27. SEPTEMBER, 20 UHR: COLLOSEUM (TICKETS) 5. NOVEMBER: AVISHAI COHEN TRIO* (TICKETS) KULTURETAGE BAHNHOFSTRAßE 11 26122 OLDENBURG * DAS KONZERT DES AVISHAI COHEN TRIOS FINDET IN DER BREMER GLOCKE STATT. Andreas, an Jazz scheiden sich die Geister. Die Fans lieben ihn, viele finden aber keinen Zugang. Warum hat sich die Kulturetage für ein Jazzfest entschieden? Das Jazz-Fest gibt es in der Kulturetage schon seit zehn Jahren; die Musikrichtung ist sogar schon seit 25 Jahren ein fester, wichtiger Bestandteil unseres musikalischen Kulturangebots. Aus der jüngeren Vergangenheit sind vielleicht noch die Auftritte echter Stars wie Gregory Porter oder Jan Garbarek in Erinnerung. Jazz – das ist die moderne Klassik des 21. & 22. Jahrhunderts. Hier atmet Freiheit, beginnt Genuss – hier hören wir die teils schönsten Melodien & spannendsten Zusammenspiele der Musikgeschichte. Von Künstler:innen aus aller Welt. Was erwartet das Publikum in diesem Jahr denn ganz konkret? Wir haben drei dynamische Meisterkonzerte mit internationalen Top-Stars in die Kulturetage eingeladen. Davon zwei legendäre Formationen aus dem angloamerikanischen Kultur-Raum, nämlich den US-Amerikaner Curtis Stigers mit seiner Band und - zum allerletzten Mal - Colosseum aus Großbritannien, die sind ein Must-See. Dazu kommt mit dem Tingvall Trio die erfolgreichste Jazz-Combo unserer Zeit mit drei Musikern aus drei Nationen nach Oldenburg. Das Konzert ist allerdings schon ausverkauft. Im November tritt dann noch das Avishai Cohen Trio auf, allerdings in der Bremer Glocke. Geben die beteiligten Künstler:innen einen guten Überblick über das Genre? Ist das Fest deswegen eventuell die ideale Gelegenheit, um einzutauchen? Nein, absolut und leider nicht. Diese drei Konzerte können nur einen kleinen Einblick in die große weite Welt der Jazz-Musik offenbaren – aber: Das macht ja nix! Denn hier können unsere Gäste jeden Abend in eine ganz eigene, faszinierend-fantastische Musikwelt eintauchen. In Oldenburg gibt es den Jazzclub Alluvium, die Jazzmusiker Initiative, dagegen hatte das Ba:rocco Festival in den letzten beiden Jahren mit mangelnder Resonanz zu kämpfen. Ist die Stadt grundsätzlich ein gutes Pflaster für diese Musik? Natürlich ist Oldenburg ein gutes Pflaster für Jazzmusik, sonst gäbe es ja viele Player gar nicht. Und um den Bogen nochmal etwas weiter zu spannen: In Oldenburg gibt es gute Weinhandlungen, erstaunlich viele klasse Buchhandlungen, zwei Hochschulen und Programmkinos, verdammt viele spannende Theater und Musik-Clubs und vieles mehr. JDeshalb - ja! - ist es hier auch ein gutes Pflaster für den Jazz! In Oldenburg leben und arbeiten so manche coole Typen. Wir haben gewiss auch weiter das Potential für eine Übermorgenstadt. Gute Musik abseits der Formate, mit Herz und Schwung gemacht – das wird weiter für Oldenburg wichtig bleiben. Nehmen wir an, ich kenne Jazz-Legenden wie Duke Ellington, Dizzy Gillespie oder Charlie Parker nicht und höre privat gerne Metal oder Schlager. Warum soll ich kommen? Man muss die ikonischen Wegbereiter des Jazz nicht kennen. Aber schade wäre es schon, da nicht mal reingehört bzw. geschaut zu haben. Und sooo viel anders als sagen wir die schlageraffinen deutschen Pendants, Max Greger und Conny Froboess, sind ja Duke Ellington und Ella Fitzgerald nun auch nicht. Es hat halt nur einige Jahrzehnte gedauert, bis die Deutschen nach dem Nationalsozialismus wieder zu sich kamen und sich wieder getraut haben, von der US-Avantgarde zu lernen – und wieder, wie zuvor in der Weimarer Republik, am Puls der Zeit zu performen. Als Kind habe ich noch wöchentlich jeden Schlager mit meinem Opa beim Dieter Thomas Heck mitgeträllert – und einige Songs von Udo Jürgens oder Reinhard Mey haben unbestreitbare zeitlose Singer-Songwriter-Qualitäten. Als Jugendlicher habe ich zwar nicht Metal, aber um so mehr Hard-Rock vergöttert, z.B. Led Zeppelin oder Deep Purple. Und wo haben diese großen Bands bereits um 1970 herum gespielt? Genau: auf dem Montreux-JAZZ-Festival! Vieles hat seine Berechtigung bzw. seinen Platz. Weder Jazz, Schlager, Metal noch Rock, World, Electronics sind per se gut oder schlecht. Seid offen, freudvoll und mutig – es gibt nichts zu befürchten – AMEN! Größtmögliche Offenheit Dem ist auch aus unserer Sicht wenig hinzuzufügen. Andreas Plädoyer für eine größtmögliche Offenheit gegenüber Muskstilern, die man nicht tagein, tagaus hört, findet unsere volle Zustimmung. Denn es ist, wie er beschreibt: Oft ähneln die verschiedenen Stile einander mehr als man vermuten wäre - weil es eben nicht nur die reine Lehre gibt, sondern viele Mischformen und -töne. Die Kulturetage legt die Latte hier bewusst niedrig: Mit Curtis Stigers werden auch Singer/Songwriter- und Popfans bestens bedient, Rockfans kommen bei Colosseum auf ihre Kosten. Das Tingvall Trio dagegen ist deutlich näher am Jazz, wie man sich ihn als Laie vorstellt - was zweierlei zeigt: 1. Oldenburg scheint tatsächlich ein gutes Plflaster für Jazz zu sein. Und 2. Wenn man die freie Auswahl haben möchte, muss man sich sputen. Wenn ihr noch Tickets wollt, heißt es deshalb: Jazz aber los!

  • KOLUMNE: IN CHANCEN DENKEN

    Seit Mitte 2020 schreibt Kulturschnacker Thorsten eine monatliche Kolumne für die wunderbare Spielzeitung des Oldenburgischen Staatstheaters. Digital findet ihr sie zum Nachblättern unter www.staatstheater.de. Oder: hier. Manchmal ist man regelrecht neidisch. Klar, das sollte man nicht sein, aber hin und wieder ist man es eben doch. Vor allem dann, wenn man andere Menschen dabei beobachtet, wie sie etwas mit Leichtigkeit und Lockerheit hinbekommen, was man selber gern können würde, das einem aber einfach nicht gelingen will. Viele von uns kennen dieses Gefühl aus südlichen Urlaubsländern, wo alles viel entspannter abzulaufen scheint als hier. Am liebsten würde man Ars vivendi oder Laissez Faire einpacken und mit nach Deutschland nehmen. Schließlich gehen wir hierzulande hingebungsvoll vom Worst Case aus und tun alles Nötige und Unnötige, um ihn zu vermeiden. Diese vorsichtige Haltung hat negative Folgen: Das ständige Rechnen mit dem Schlimmsten erstickt unschuldige Vorfreude schon im Keim. Mit Optimismus in den Winter Warum ich an dieser Stelle darüber philosophiere? Ganz einfach: In der Kultur passieren derzeit einige Dinge, die rein theoretisch nicht so gut oder ganz wunderbar ausgehen können – und ich plädiere dafür, einfach mal beherzt mit letzterem zu rechnen und in Chancen zu denken, nicht in Risiken. Egal, ob es um die Neuauflage der städtischen Förderrichtlinien für die Oldenburger Kulturinstitutionen geht, um die anstehende Sanierung der Alten Maschinenhalle am Pferdemarkt oder um die Rechtsvorschriften für Nutzungsänderungen von Gebäuden und Flächen für kulturelle Zwecke: Trotz verständlicher Vorbehalte können wir uns auf alle Ergebnisse vorfreuen. Bei den Richtlinien zum Beispiel auf Planungssicherheit für die Akteure und fachliche Expertise durch einen externen Beirat. Bei der Halle auf einen ganzjährig nutzbaren, weiterhin charakterstarken Kulturort. Bei den Nutzungsänderungen auf viele spannende Formate, die alle rechtlichen Anforderungen erfüllen und deswegen sicher sind. Es spricht nichts dagegen, in diesen Fällen von positiven Ergebnissen auszugehen – also tun wir’s doch einfach! Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum mir das Thema Optimismus gerade am Herzen liegt. Der November beginnt – und mit ihm die dunkle Jahreszeit. Ich mache keinen Hehl daraus, ich bin eher ein Sommertyp. Insofern hätte ich durchaus Grund, mit sorgenvoller Miene auf die kommenden Monate zu blicken. Aber auch hier sollte man – bzw. ich – das Positive sehen. Denn wenn es draußen dunkel und unwirtlich ist, findet man Licht und Wärme – auch fürs Herz - in den Hallen, Sälen und Clubs. Ich muss dabei immer wieder an Leo Lionnis „Frederick“ denken: die Geschichte der Maus, die als einzige scheinbar keine Vorräte für den Winter sammelt, die mit ihren Geschichten aber später die Herzen seiner Kamerad:innen erwärmt und damit letztlich eben doch – und zwar ganz wesentlich – zum Überstehen der kalten Jahreszeit beiträgt. Keine Vergleiche scheuen Von diesen „Fredericks“ gibt es in Oldenburg zum Glück sehr viele. Deswegen können wir zwar auf die Lockerheit von anderen neidisch sein, aber in Sachen Kulturszene wäre dieses Gefühl absolut unangebracht. Natürlich gibt es in den großen Metropolen noch ganz andere Kaliber und Qualitäten, über die man nur staunen kann. Bei vergleichbaren Städten komme ich meist aber zu der wohltuenden Erkenntnis, dass Oldenburgs Kulturlandschaft keinen Vergleich zu scheuen braucht und dass man mit – und dank - ihr die kalten Monate schon irgendwie überstehen wird. Niemand ist gerne neidisch. Aber manchmal ist das unangenehme Gefühl okay – um Lehren daraus zu ziehen. Wenn es dazu beiträgt, optimistischer zu werden? Dann ist nichts verkehrt daran. Lasst uns Lebenskunst und Leichtigkeit gerne importieren oder kultivieren und sie mit unseren vorhandenen Qualitäten kombinieren. Dann können wir optimistisch in den Winter gehen – in dem eben nicht nur Risiken lauern, sondern auch Chancen warten.

  • NICHTS WIE HIN (44)

    Irgendwas ist ja immer. Terminkollisionen und Wetterkapriolen, Wohlergehen und Weltgeschehen. Deswegen verpasst man immer wieder wunderbare Kulturveranstaltungen, die man eigentlich gern gesehen hätte, wenn nicht... nun ja, siehe oben. Am Schlimmsten ist aber vielleicht sogar was anderes: Der fehlende Überblick. Es ist einfach zu viel los! Deshalb gibt's von uns jetzt pro Woche drei Tipps: alle ganz unterschiedlich, aber alle absolut lohnenswert! Eines ist ja mal klar: Am Willen liegt's nicht! Die meisten von uns würden gerne sieben Tage die Woche irgendwas aus der Kultur mitnehmen. Konzert, Theater, Lesung, Kino, Ausstellung, Performance - die Möglichkeiten sind endlos. Und alles und auf ihre Weise interessant, aufregend, mitreißend, provokativ, inspirierend. Und trotzdem bleiben häufig Stühle leer, aber Couches gefüllt. Weil es halt doch nicht so einfach ist, erstmal mitzubekommen, was alles los ist es zu behalten und in den eigenen Kalender einzubauen dann tatsächlich in der Stimmung sein hinzugehen jemanden zu finden, die/der mit dabei ist und dann keinerlei Alltags-Hindernisse zu haben, wie Wetter, Wohlsein, Weltgeschehen. Einfach ausprobieren Deshalb gibt's von uns jede Woche drei Schlaglichter auf Veranstaltungen und Ereignisse, die in der kommenden Woche stattfinden und von denen wir denken: Da könnte man durchaus hingehen! Wie schauen dabei auf eine gute Mischung aus drinnen und draußen, gratis und teuer, traditionell und experimentell. Wir sagen nicht: Da ist für jeden was dabei. Wir sagen: Alles ist für jeden was! Wir sind nämlich überzeugt, dass unsere Tipps sich für alle erschließen lassen, die Lust haben, was zu entdecken. Wenn der Schlagerfan plötzlich zu Freestyle Hip-Hop abgeht, der pensionierte Bungalowbewohner in die Welt des Graffiti eintaucht oder die notorische Schulschwänzerin in der Kunstgalerie die Zeit vergisst, dann ist das genau der Effekt, den wir uns wünschen. Aber genug schwadroniert, hier sind die Tipps für diese Woche:

  • NICHTS WIE HIN (43)

    Irgendwas ist ja immer. Terminkollisionen und Wetterkapriolen, Wohlergehen und Weltgeschehen. Deswegen verpasst man immer wieder wunderbare Kulturveranstaltungen, die man eigentlich gern gesehen hätte, wenn nicht... nun ja, siehe oben. Am Schlimmsten ist aber vielleicht sogar was anderes: Der fehlende Überblick. Es ist einfach zu viel los! Deshalb gibt's von uns jetzt pro Woche drei Tipps: alle ganz unterschiedlich, aber alle absolut lohnenswert! Eines ist ja mal klar: Am Willen liegt's nicht! Die meisten von uns würden gerne sieben Tage die Woche irgendwas aus der Kultur mitnehmen. Konzert, Theater, Lesung, Kino, Ausstellung, Performance - die Möglichkeiten sind endlos. Und alles und auf ihre Weise interessant, aufregend, mitreißend, provokativ, inspirierend. Und trotzdem bleiben häufig Stühle leer, aber Couches gefüllt. Weil es halt doch nicht so einfach ist, erstmal mitzubekommen, was alles los ist es zu behalten und in den eigenen Kalender einzubauen dann tatsächlich in der Stimmung sein hinzugehen jemanden zu finden, die/der mit dabei ist und dann keinerlei Alltags-Hindernisse zu haben, wie Wetter, Wohlsein, Weltgeschehen. Einfach ausprobieren Deshalb gibt's von uns jede Woche drei Schlaglichter auf Veranstaltungen und Ereignisse, die in der kommenden Woche stattfinden und von denen wir denken: Da könnte man durchaus hingehen! Wie schauen dabei auf eine gute Mischung aus drinnen und draußen, gratis und teuer, traditionell und experimentell. Wir sagen nicht: Da ist für jeden was dabei. Wir sagen: Alles ist für jeden was! Wir sind nämlich überzeugt, dass unsere Tipps sich für alle erschließen lassen, die Lust haben, was zu entdecken. Wenn der Schlagerfan plötzlich zu Freestyle Hip-Hop abgeht, der pensionierte Bungalowbewohner in die Welt des Graffiti eintaucht oder die notorische Schulschwänzerin in der Kunstgalerie die Zeit vergisst, dann ist das genau der Effekt, den wir uns wünschen. Aber genug schwadroniert, hier sind die Tipps für diese Woche:

  • EIN JAHR WACHSEN

    Man ist jung, den Schulabschluss hat man gerade frisch in der Tasche, doch die nächste große und vor allem schwere Entscheidung für das weitere Leben steht schon parat: welchen Schritt geht man nun als nächstes? Ausbildung? Studium? Wer diese Entscheidung noch nicht für sich treffen möchte oder kann, dem stellen wir hier vielleicht eine passende Option vor. Denn für genau solche Fälle gibt es das Modell des Jugendfreiwilligendienstes! Den kann man nämlich (bis zum 26. Lebensjahr) auch in zahlreichen, ganz unterschiedlichen Kultureinrichtungen absolvieren - auch hier in Oldenburg! Aus diesem Grund haben wir uns mit Jasmin Bagher Tehrani getroffen, die euch in diesem Interview an ihren persönlichen Erfahrungen aus dieser Zeit teilhaben lässt. Jasmin, du hast gerade dein freiwilliges soziales Jahr (kurz: FSJ) im Bereich Kultur abgeschlossen. Konkret absolviert hast du das Jahr hier in Oldenburg beim Jugendkulturarbeit e.V. Wie würdest du es rückblickend beschreiben, was kann man bei einem FSJ Kultur so erwarten? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten und es sind ganz verschiedene Dinge, die man lernt, weil gerade der kulturelle Bereich so vielseitig ist, würde ich sagen. Vor allem habe ich gelernt wirklich eigenständig zu arbeiten, auch mit anderen gemeinsam, egal ob Erwachsene, Kinder oder Jugendliche. Ich durfte hier von Beginn an Verantwortung übernehmen und mich kreativ ausleben. Da sind es auch viele soziale Kompetenzen, die man dazugewinnt. Stand für dich denn von Beginn an fest, dass du dich dem kulturellen Bereich widmen wolltest? Denn theoretisch stehen ja unterschiedliche Bereiche zur Wahl und du hättest ebenso ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) oder den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) absolvieren können. Ja, das war aber für mich tatsächlich immer klar, dass ich gerne eine kulturelle Einrichtung besser kennenlernen wollte. Denn ich habe mich auch schon davor sehr für Kultur und vor allem das Theater interessiert. Ich habe schon im Kindergarten Theater gespielt, dann in der Grundschule und der weiterführenden Schule ebenso. Das war schon immer meine große Leidenschaft! Als ich dann mein Abitur abgeschlossen hatte und wusste, dass ich auf keinen Fall sofort in ein Studium oder eine Ausbildung wechseln möchte, habe ich bewusst nach einer Möglichkeit gesucht den Kulturbereich besser kennenzulernen und bin dann schnell auf den entsprechenden Internetseiten für ein freiwilliges soziales Jahr gelandet. Das klingt aber ganz so, als hättest du doch schon eine recht konkrete Vorstellung für deine Zukunft, wenn Kultur eine so große Rolle für dich spielt. Du hättest ja eventuell auch direkt im Theater und Schauspielbereich weitermachen, ein Studium in die Richtung beginnen können. Trotzdem hast du dich für das freiwillige soziale Jahr entschieden – warum? Ja, aber durch dieses Jahr ist mir das auch nochmal viel klarer geworden und es hat mir wahnsinnig geholfen, eine genaue Richtung für mich zu finden. Vor allem bin ich persönlich durch dieses Jahr unheimlich gewachsen. Man lernt selbstständig zu arbeiten, ich bin offener geworden und wenn man so viel Vertrauen geschenkt bekommt wie in meinem Fall, traut man sich mit der Zeit immer mehr selbst zu und probiert Sachen einfach mal aus. Wenn es dann nicht klappt, schaut man halt, wie es das vielleicht doch noch könnte. Ich habe hier beim Jugendkulturarbeit e.V. unter anderem Theatergruppen selber leiten dürfen, stand selbst auf der Bühne, wir hatten Premieren, das sind alles Erlebnisse und Herausforderungen die mich total weitergebracht haben. Man lernt sich in dieser Zeit einfach noch viel besser selbst kennen! Zu jedem FSJ gehören neben der Tätigkeit an der eigentlichen Einsatzstelle aber auch noch ein paar verpflichtende Elemente wie zum Beispiel Seminarfahrten. Was hat es mit denen auf sich? Genau, es gibt mehrere Seminarfahrten, die man sich ein bisschen wie eine Klassenfahrt vorstellen kann. So hat es sich zumindest ein wenig angefühlt. Man lernt dort die anderen kennen, die ebenfalls ein solches Jahr in ganz unterschiedlichen Einrichtungen wie Bibliotheken oder einem Radiosender durchlaufen. Vor Ort darf man sich dann ebenfalls in unterschiedlichen Workshops ausprobieren. Von Theater, Musik bis hin zu Bildhauerei war da schon wirklich einiges dabei. Ich fand an der ganzen Sache besonders toll an einen Ort zu kommen, an dem man auf Gleichgesinnte trifft, die alle die gleichen oder sehr ähnliche Interessen haben. Dadurch sind auch viele neue Freundschaften entstanden. Neben den Fahrten als festgelegte Elemente gibt es dann noch jeweils ein Abschlussprojekt und einen Bericht, die man anfertigt. In dem Bericht geht es dann vor allem nochmal darum seine Zeit für sich zu reflektieren und darüber nachzudenken, was man mitgenommen hat für sich. Das muss aber auch gar nicht mehr nur Text, sondern durfte zum Beispiel auch ein Podcast sein. Was war in dieser Zeit dein persönliches Highlight? Ganz ehrlich? Das waren wirklich zu viele, um nur ein einzelnes nennen zu können! Ich hatte wirklich eine schöne Zeit. Beispielsweise durfte ich für zehn Tage nach Polen reisen und da unter anderem auch Theaterworkshops selber leiten, dann die Theaterstücke, die wir aufführen durften und an denen ich mitgewirkt habe und natürlich unsere Teilnahme an den Jugendtheatertagen hier in Oldenburg. Es gab wirklich viele! Würdest du abschließend jungen Leuten in deinem Alter empfehlen, ein solches Jahr ebenfalls in Erwägung zu ziehen? Auf jeden Fall würde ich es empfehlen! Einfach, weil es dich wachsen lässt. Ihr seid nun Feuer und Flamme und möchtet ebenfalls einen Jugendfreiwilligendienst absolvieren, euch darüber weiter informieren oder kennt jemanden für den es genau das Richtige wäre? Unter dem folgenden Link gibt es alle weiteren Informationen: www.jugendfreiwilligendienste.de

  • ENTSPANNT PROVOKANT

    Wer die Geschichte des Oldenburger Filmfestes ein wenig kennt, hat dessen Freude an kleinen Provokationen sicher schon mal registriert. Auch bei der Filmauswahl heißt es meist: keine Kompromisse. Wir haben den Spieß jetzt aber umgedreht - und Festivalchef Torsten Neumann mit acht Vorurteilen und Klischees konfrontiert, die auch nach drei Jahrzehnten Filmfest noch kursieren. Was er geantwortet hat? Seht ihr hier! Nein, die freie Welt unterjochen und zum Superschurken aufsteigen - das will Torsten Neumann sicher nicht. Doch die finsteren Charaktere der Filmgeschichte haben es ihm angetan: Ob als Bond-Bösewicht Ernst Stavro Blofeld auf dem Cover von The Hollywood Reporter oder als Colonel Walter Kurtz aus Apokalypse Now im aktuellen Trailer: Torsten mag die unbequemen Charaktere, ihre Ecken und ihre Kanten. Kokettiert das Filmfest etwa deshalb immer wieder mit einem Flegel-Image? Liegt es vielleicht daran, dass immer wieder Filme laufen, die kritisch, bissig, zynisch sind - oder alles gleichzeitig? Auf jeden Fall scheint alles zusammenzupassen: Das Profil des Festivaldirektors, das Image des Filmfestes - und die Vorurteile, die es seit nunmehr dreißig Jahren begleiten. 30. INTERNATIONALES FILMFEST OLDENBURG 13. SEPTEMBER - 17. SEPTEMBER 2023 CASABLANCA KINO, CINE K, OLDENBURGSICHES STAATSTHEATER, THEATER HOF/19 PROGRAMM TICKETS Nichts als die Wahrheit Anstatt sich in tieferen Analysen zu verlieren, lassen wir an dieser Stelle lieber den Spiritus Rector selbst zu Wort kommen. Wir haben insgesamt acht gängige Klischees über das Filmfest gesammelt, die teils aus Unwissenheit, teils aus Desinteresse, teils aus Unverständnis existieren. Sind alle grundfalsch? Oder ist etwas Wahres dran? Torstens Reaktionen seht ihr hier: Entspannt provokant: Im Festival-Center haben wir Torsten mit Vorurteilen konfrontiert - die er erwartungsgemäß an sich abperlen ließ. (Video: Kulturschnack) Ob diese Antworten nun zur Aufklärung beitragen oder nicht: Sie stammen in jedem Fall von jemandem, der Filme lebt und liebt. In Oldenburg können wir vom enormen Erfahrungsschatz und der guten Vernetzung eines Torsten Neumann profitieren - wenn wir uns auf seine Vorauswahl einlassen. In Sachen Qualität legt er die Latte jedenfalls hoch: „Wir haben bei uns Filme im Programm, die unterhaltsam und inspirierend sind und die ‘Barbie‘ möglicherweise in den Schatten stellen.“ Wer also Lust hat, sich durch Stoffe inspirieren zu lassen, die nicht allabendlichen im öffentlich-rechtlichen Linearprogramm laufen, sollte Torstens Rat folgen und eine „Abenteuerreise“ ins Filmfest wagen. Und wer sich doch nicht von seinen üblichen Sehgewohnheiten lösen mag? Wählt mit „Das Wunderkind“ oder „Geisterfahrt“ die Variante „Filmfest light“ und fühlt sich dabei: entspannt provokant.

  • DIGITALOG: SCIENCE FICTION

    Es geht ans Eingemachte: das erste konkrete Thema unseres neuen Podcastformats rund um die digitalen Entwicklungen unserer Gesellschaft widmet sich dem Filmgenre Science Fiction. Warum genau? Das hört ihr am besten direkt selbst. Doch wer hier jetzt vielleicht denkt: "Moment, halt Stop mal!" und gerade das erste Mal von unserem Digitalog hört/liest und erstmal viele Fragzeichen sieht, keine Sorge! Euch empfehlen wir wärmstens nochmal in die erste Folge reinzuschnuppern, denn da widmen wir uns allen wichtigen Vorabinformationen und klären die Fragen worum es bei diesem Format geht, wieso das alles eigentlich auf dem Kulturschnack stattfindet und vieles mehr. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir euch dort unseren Partner für diese neue Podcastreihe vorstellen, nämlich Prof. Dr. Martin Butler von der Carl von Ossietzky Universität hier in Oldenburg, der uns bei dieser neuen und allen weiteren Digitalog Folgen begleiten wird. Diese besagte erste Folge findet ihr hier, mit einem Klick auf das Bild: Doch nun zurück zu unserer zweiten Episode. Denn mit dieser möchten wir unserem Versprechen gerecht werden, euch in den jeweiligen Episoden möglichst greifbare Ansätze und Themen zu liefern für die komplizierten Sachverhalte, die mit der zunehmenden Digitalität unseres gesellschaftlichen Alltags einhergehen. Entschieden haben wir uns dabei für das Filmgenre der "Science Fiction". Denn vermutlich hat ein Großteil von uns schon den ein oder anderen Blockbuster und Filmklassiker im Laufe seines Lebens entweder im Kinosessel oder auf der heimischen Couch vor dem Fernseher konsumiert, oder? Greifbarer könnte man also vermutlich nicht wirklich starten. In vielen dieser Filme, die teilweise vor Jahrzehnten entstanden und popkulturell massiv prägend waren, werden Szenarien einer Zukunft beschrieben, die heute sowohl unter zeitlichen aber auch inhaltlichen Gesichtspunkten erschreckend nah an der Realität kratzen. Im Podcast sprechen wir über eine Auswahl exakt solcher Filme: Künstliche Intelligenz und die Auswirkungen, die diese auf unser Leben haben könnte? Schon bei Terminator (aus dem Jahr 1984) oder The Matrix (1999) ein brennendes Thema. Raumstationen auf denen Menschen leben können? Sind längst tatsächliche Ziele einzelner Akteure und waren schon 2013 prägendes Thema im Film Elysium. Dabei stellen wir uns unter anderem die Frage, warum es meist Dystopien sind, also negative Zukunftsszenarien, die das Science Fiction Genre inszeniert und nicht wunderbare, vielversprechende Utopien, auf die wir uns freuen sollten? Denn die technischen Errungenschaften unserer Zeit könnten die Welt ja ebenso zu einem besseren Ort werden lassen und unser aller Leben erleichtern sowie die großen Gefahren und Probleme unserer Zeit lösen. Darüber und noch einige weitere Punkte sprechen wir in dieser neuen Episode, also hört am besten gleich rein. Wir wünschen euch viel Spaß!

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