IM ZEICHEN DER KERAMIK

Der Kultursommer liegt zwar hinter uns, doch trotzdem bleibt der Schlossplatz auch an diesem Wochenende ganz in der Hand der Kunst und Kultur, denn die internationalen Keramiktage finden zum 39. mal statt! Dabei eröffnet sich in dem fußläufigen Kosmos zwischen Oldenburger Schloss und Pulverturm die gesamte Welt der Kunstform in ihrer vollen Breite.

Plakat zu den internationalen Keramiktagen Oldenburg vom 06.08.-07-08.2022
Plakat: Werkschule e.V.
 

Marktzeiten & Veranstaltungsort

Sa. 06 August 2022, 10 – 18 Uhr

So. 07. August 2022, 11 – 18 Uhr


Schlossplatz / Schloss

Schlossplatz 1 26122 Oldenburg

 

Das Keramikevent der Spitzenklasse ist zurück und zur Freude aller findet es auch wieder auf dem Schlossplatz statt! Dabei ist das Herzstück der Veranstaltung, der Keramikmarkt selbst, wieder mal mit internationalen Austellerinnen und Ausstellern besetzt.


Es gibt viel zu entdecken dieses Wochenende auf unserem Schlossplatz! Foto: Werkschule e.V.

Für zwei Tage verwandelt sich der Oldenburger Schlossplatz zum Erlebnisort hochwertiger angewandter Kunst. 100 juryverlesene Meisterinnen und Meister aller Sparten der keramischen Kunst, aus ganz Deutschland und zwölf weiteren europäischen Ländern, wie beispielsweise aus Portugal, Italien oder Litauen, präsentieren einen erstklassigen Querschnitt durch die zeitgenössische Keramikkunst und das aktuelle keramische Handwerk.


„So viele Größen der internationalen Keramikwelt an einem Ort sehen Sie sonst selten in Deutschland – schon gar nicht in so einer einzigartigen, sommerlichen Freiluftgalerie vor barocker Schlosskulisse" - Beate Anneken, Vorständin der Werkschule e.V.

Keramik: ein Publikumsmagnet


Dieses Aufgebot weiß man in Oldenburg und weiter Umgebung zu schätzen! Jährlich werden der Markt sowie die zugehörigen Ausstellungen und die unterschiedlichen Preisvergaben zu einem Anziehungspunkt für Kunst-, Designbegeisterte sowie Keramikkennerinnen und Kenner aus aller Welt. Denn hier handelt es sich definitiv nicht nur um einen internationalen Szenetreff, bei dem sich Fachleute untereinander austauschen, sondern um eine Veranstaltung, die es immer wieder aufs Neue schafft Menschen aus nah und fern für sich zu begeistern und so jährlich über 60.000 Besucherinnen und Besucher nach Oldenburg lockt.


Zwei Frauen, die ausgestellte Keramikwerke auf den internationalen Keramiktagen in Oldenburg begutachten
Menschen aus nah und fern kommen nach Oldenburg um die Werke zu betrachten. Foto: Werkschule e.V.

Das macht die internationalen Keramiktage, für die sich die Werkschule - Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit e.V. verantwortlich zeichnet, zu einer bedeutenden und in Norddeutschland einzigartigen Plattform der zeitgenössischen Keramikkunst. Vom erlesenen Unikat bis zum nicht alltäglichen Gebrauchsgegenstand ist alles dabei: ob individuelles Geschirr, feinste Unikatobjekte für draußen und drinnen oder Kunstobjekt.


Ausstellungen & Preisvergaben


Ein Muss für alle Kunstbegeisterten und Keramikfans sind die zwei Sonderpräsentationen in den barocken Sälen des Oldenburger Schlosses:

Auch als Besucherin oder Besucher könnt ihr euch am Votum für den Publikumspreis beteiligen Foto: Werkschule e.V.

Im Schlosssaal bietet die Ausstellung „brandnew – brandneu", die ausschließlich dieses Wochenende zu sehen sein wird und mit Einzelstücken der Austellerinnen und Aussteller des Marktes einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der zeitgenössischen Keramik möglich macht. Dabei gibt es sogar gleich doppelt etwas für die Präsentierenden zu gewinnen, denn sowohl der juryverlesene „Detlef-Schmidt-Wilkens Preis für Keramik" über 1800 Euro in den Kategorien Innovation, Funktion und Figur/Objekt als auch ein mit 500 Euro dotierter Publikumspreis werden in diesem Zuge vergeben - eure Meinung ist also gefragt!


Und auch der diesjährige „Preis der NEUE(n) KERAMIK" für zeitgenössischen Keramik wird am Samstag, den 6. August zum 13. Mal – ebenfalls von einer Fachjury – vergeben. Neben dem Preisgeld von 1.000 Euro gibt es zusätzlich 1.000 Euro als Stipendium für einen Studienaufenthalt an einem der internationalen Studienplätze für Keramik. Vervollständigt wird das Preispaket durch eine 6- wöchige Einzelausstellung in 2023 im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. Also ein echtes rundum sorglos Paket.


Eines der im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ausgestellten Werke vom Künstler Ricus Sebes
Eines der im Landesmuseum ausgestellten Werke. Foto: Ricus Sebes

Der aktuelle Träger des Preises, Ricus Sebes, wird im Marmorsaal des Schlosses bis zum 18. September mit der Ausstellung INTRINSIC CONTRADICTIONS – HARMONY BROKEN? zu sehen sein.

Selten war Kristallglasur dabei so innovativ: Wie Unterwasserwelten oder ferne Galaxien muten seine Arbeiten an. In ihnen verbinden sich raue Körper mit fein auskristallisierten Glasurschichten, treffen explodierende Formen auf geometrische Körper und korrespondieren Erdtöne mit den strahlenden Farben der Glasuren. Es sind neue Welten, die sich in den Objekten des niederländischen Keramikers entdecken lassen.


Alle Ausstellungen können kostenlos besucht werden. Führungen gibt es am Sonntag, den 7. August 2022 um 11.00 Uhr und um 13 Uhr. Sie Führungen dauern ca. eine Stunde. Interessierte melden sich bitte am Infozelt der Werkschule e.V. an.

​ANNEGRET STREU – ARTEFAKTE


Annegret Streu, Anemone 2.0, Gummi, Metall, 2020 Foto: Annegret Streu
Annegret Streu, Anemone 2.0, Gummi, Metall, 2020 Foto: Annegret Streu

Wie schon bereits angedeutet, erstreckt sich die Welt der Keramik sogar noch ein kleines Stück'chen über das Schloss und den Schlossplatz hinaus, bis hin zum Pulverturm. Denn auch das Oldenburger Stadtmuseum zeigt dort noch bis zum 28. August die Keramikwerke der Künstlerin Annegret Streu, die mit dem Förderpreis Keramik im Pulverturm" ausgezeichnet wurde.


Der Preis wird seit 1996 an junge Talente vergeben, die durch innovative und überraschende Positionen in der keramischen Kunstszene beeindrucken.


Übergabe des Ausstellungskatalogs an die Künstlerin, v.l.: Dr. Steffen Wiegmann (Leiter des Stadtmuseums), Annegret Streu (Preisträgerin), Dr. Sabine Isensee (Kuratorin und Leiterin Bildende Kunst)
Übergabe des Ausstellungskatalogs an die Künstlerin Foto: Stadtmuseum Oldenburg

Auf feinsinnige Weise bringt Annegret Streu abgespeicherte Erinnerungen wieder zum Vorschein und macht sie erlebbar. Durch eine Acrylscheibe können die Betrachterinnen und Betrachter in das untere Gewölbe des Pulverturms blicken. Dort schwebt eine große flache Keramikschale, die an das Denkarium aus der Zauberschule Hogwarts erinnert. Darin schwimmen fantastische Fundstücke. Durch Anschauung werden diese Objekte lebendig und mit unseren Erkenntnissen zu inspirierenden Gedankenketten verwoben. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich auf dieses Erinnerungsspiel im Oldenburger Pulverturm einzulassen.

Öffnungszeiten Pulverturm


Freitag 14 bis 18 Uhr Samstag 11 bis 18 Uhr Sonntag 11 bis 18 Uhr