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VORSTELLUNGS-GESPRÄCH: BLOHERFEL.DE

Du lebst in Bloherfelde oder arbeitest dort als Künstlerin oder Künstler? Dann aufgepasst! Denn Regisseur Michael Uhl und Bühnenbildnerin Britta Langanke möchten mit ihrem Projekt Bloherfel.de eine Kulturplattform für das urbane Dorf schaffen. Wie das genau aussieht und wie ihr Teil davon werden könnt, das lest ihr hier - beim Vorstellungsgespräch!

Playmobilfigur in einem Präsentationsszenario für die Rubrik Vorstellungs-Gespräch vom Kulturschnack
In dieser Rubrik stellen wir euch Initiativen, Projekte und Ideen vor, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Foto: Shutterstock/Kulturschnack
 

EURE KONTAKTMÖGLICHKEITEN: POST@BLOHERFEL.DE / MAIL @BLOHERFEL.DE / INSTAGRAM

 

Hi Britta, Hi Michael! Was genau verbirgt sich hinter dem Projekt Bloherfel.de?

Mit Bloherfel.de möchten wir innerhalb des Oldenburger Stadtteils Bloherfelde, in dem wir beide als freischaffende Künstler leben, eine Kulturplattform für das urbane Dorf etablieren.


Der Gedanke dahinter ist, dass man kulturell den eigenen Stadtteil bespielt und das nicht nur alleine als Aufgabe der Künste begreift, sondern als Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger, die hier leben. Es ist eine Einladung, kulturell mitzugestalten.


Woher kam der Impuls damit zu starten?

Das war bereits im Jahr 2020 und da enstand damals "Der Schatz von Bloherfel.de", ein aus zwei Hörspielen bestehendes Theaterprojekt, mit dem sich auf interaktive Weise der Stadtteil erkunden lässt.


Denn Bloherfelde ist weitläufig und sehr divers geprägt. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat hier das ganz eigene Bloherfelde, die eigenen Wege, Kontakte, Netzwerke, Erfahrungen, Lieblingsorte. Wir haben uns gefragt: was, wenn man den eigenen Stadtteil durch die Erfahrungen und Geschichten des Anderen erleben würde?


Der Schatz hat sich dann im Zuge der Umsetzung im wahrsten Sinne als ein Schatz erwiesen und sorgte für ein gemeinsames Miteinander zwischen allen Beteiligten. Deshalb stellten wir uns in einem breiten Bündnis, angeführt vom Bürgerverein Bloherfelde, die Frage, wie man diese Erfahrung und das einzelne Projekt verstetigen und zu etwas Dauerhaftem, einem Kollektiv, werden lassen könnte.


Bühnenbildnerin Britta Langanke und Regisseur Michael Uhl vom Kulturprojekt Bloherfel.de
Britta und Michael freuen sich darauf, mit euch in Bloherfelde neue Kultur entstehen zu lassen. Foto: Kulturschnack

Wie genau möchtet ihr diesen Plan umsetzen und Realität werden lassen?

Diese Plattform soll auf zwei Säulen basieren, die sich vielleicht eines Tages, so hoffen wir, sogar gegenseitig bereichern könnten:

  • Das Bürger:innen-Ensemble: Wir wollen mit allen Interessierten den Stadtteil zur Bühne werden lassen. Wer also Freude am Theaterspielen hat beziehungsweise Lust hat, es einmal selbst zu versuchen, der kann liebend gerne mal bei unserem offenen Workshop vorbeikommen!

  • Das Künstler:innen-Netzwerk: Mit der zweiten Säule möchten wir uns an Künstlerinnen und Künstler richten, die in Bloherfelde leben oder arbeiten. Wir wollen zusammen ein Netzwerk knüpfen, um den Stadtteil gemeinsam kulturell zu bespielen. Denn oft ist man ja auch sehr in seiner eigenen Blase und stattdessen suchen wir für unser Netzwerk Künstlerinnen und Künstler, mit denen wir uns zusammentun können!

Müssen die Leute beim Ensemble Vorkenntnisse oder die Künstlerinnen und Künstler aus bestimmten Genres kommen?
Kartenansicht vom Schatz von Bloherfel.de
Ein Stadtteil, den es sich zu erschließen gilt! Foto: Felix Wenzel

Nein, absolut nicht! Wir suchen ganz bewusst nach Künstler:innen aller Disziplinen und wollen dann nach Überschneidungen und gemeinsamen Ideen suchen!

Das Angebot an die Bürger:innen richtet sich an alle interessierten Menschen, die Lust am Theaterspielen haben. Wir denken das Projekt sehr inklusiv und möchten, dass es von den unterschiedlichen Fähigkeiten und Geschichten der Menschen lebt. Wer interessiert ist oder Lust hat, es auszuprobieren, kann bei unserem offenen Theater-Workshop völlig ungezwungen reinschnuppern und das für sich erproben Da möchten wir ganz bewusst ein völlig geschützter Raum sein. Hier gibt es auch keine Erwartungen und auch wenn Leute sich das Ganze nur ein einzelnes Mal anschauen möchten, ist das ebenso in Ordnung. Auch was den Einstieg in eine bestehende Gruppe angeht, braucht man sich wirklich keine Sorgen zu machen. Auch in einem Sportverein, wenn ich mich dazu entschließe Badminton spielen zu wollen, schaue ich ja einfach mal vorbei und werde nicht weggeschickt weil bereits eine Gruppe besteht. Bei uns geht es, um in dieser Metapher zu bleiben, ganz gezielt um Breitensport, nicht Leistungssport.


Schön gesagt! Danke für eure Zeit & das Gespräch.

 

​Ihr habt auch eine Idee, ein eigenes Projekt und seid auf der Suche nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern? Dann meldet euch doch bei uns! Alle Infos zum "Vorstellungsgespräch" und wie ihr uns erreicht, findet ihr HIER.




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