MdKA: ULF PRANGE (SPD)

Im Kulturausschuss werden viele wichtigen Entscheidungen getroffen, die unsere Kulturszene direkt betreffen und verändern. Aber wer sitzt überhaupt in diesem Auschuss? Wir stellen die Mitglieder in unserer Serie "MdKA" vor.


Portrait von Dr. Ulf Prange (SPD)
Mitglied des Kulturausschusses: Ulf Prange (Bild: SPD)

Zum Aufwärmen: Ihr Name, gerne auch das Geburtsjahr, und die Partei

Ulf Prange, geboren 1975, SPD

Sie sind Oldenburger*in. Schon immer? Und wenn nicht, seit wann? Und von wo kamen Sie damals?

Geboren in Oldenburg, Studium in Osnabrück, Paris und Berlin, seit 2001 wieder in Oldenburg

Sind Sie neu im Ausschuss? Oder schon länger dabei?


Ich bin seit 2016 Mitglied im Kulturausschuss der Stadt Oldenburg. Von 2013 bis 2017 war ich kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Seit 2016 vertrete ich die Stadt Oldenburg im Vorstand der Oldenburgischen Landschaft, die u.a. für die regionale Kulturförderung des Landes Niedersachsen zuständig ist. Ferner bin ich stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsausschuss des Oldenburgischen Staatstheaters.


Was bedeutet Kultur für Sie? Was schätzen Sie an ihr?


Ich bin kulturbegeistert. Der Besuch von Kulturveranstaltungen ist für mich Lebensqualität. Kultur ist aber mehr. Für mich ist die Forderung „Kultur für alle“ aktueller denn je. Es muss der Anspruch an eine gute Kulturpolitik sein, möglichst vielen Menschen Teilhabe an Kultur zu ermöglichen.


"Kultur bietet Raum für Begegnung und Austausch, ermöglicht es, gesellschaftliche Herausforderungen und Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und stärkt so den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

Was gefällt Ihnen kulturell in Oldenburg besonders?


Mir gefällt das für die Größe der Stadt sehr breite Kulturangebot. Neben den staatlichen Kultureinrichtungen - wie Staatstheater und Museen - trägt insbesondere die freie Kultur dazu bei, dass wir eine bunte und vielfältige Kulturszene haben. Ich liebe das Theater und besuche gerne Kunstausstellungen, bin aber auch neugierig auf neue Kulturformate.


Welche Kulturveranstaltung ist Ihnen in besonderer Erinnerung?


Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Stadtteiloper #frei#schütz, die im Sommer 2021 im Stadtteil Kreyenbrück aufgeführt wurde. Dass Jugendliche aus dem Stadtteil zusammen mit den Profis aus dem Staatstheater diese großartige Inszenierung auf die Beine gestellt haben, hat mich begeistert. Gefallen hat mir auch, dass die Aufführungen im Stadtteil stattgefunden haben.

Haben Sie mit Blick auf die kommenden fünf Jahre bestimmte Ziele oder Wünsche?`


Kultur ist wichtig für die Stadtgesellschaft und deren Zusammenhalt, braucht deshalb Raum in der Stadt und verlässliche Rahmenbedingungen. Den Zugang zu Kultur können wir verbessern durch Kulturangebote im öffentlichen Raum und in den Stadtteilen. Sehr wichtig ist mir, dass wir die Erinnerungsarbeit in der Stadt stärken und mit dem Neubau für das Stadtmuseum einen Ort schaffen, an dem sich die Bürger*innen mit der Stadtgeschichte auseinandersetzen und Fragen diskutieren können, die sie bewegen.