MdKA: DR. RIMA CHAHINE (B90/DIE GRÜNEN)

Im Kulturausschuss werden viele wichtigen Entscheidungen getroffen, die unsere Kulturszene direkt betreffen und verändern. Aber wer sitzt überhaupt in diesem Auschuss? Wir stellen die Mitglieder in unserer Serie "MdKA" vor.


Das Bild zeigt Dr. Rima Chaise, Mitglied des Kulturausschusses.
Geboren in Damaskus/Syrien: Dr. Rima Chahine, Bündnis 90/Die Grünen, Foto: soul-photo, J. Bichmann

Zum Aufwärmen: Ihr Name, gerne auch das Geburtsjahr, und die Partei:


Rima Chahine, 1979, Bündnis 90 / Die Grünen

Sie sind Oldenburger*in. Schon immer? Und wenn nicht, seit wann? Und von wo kamen Sie damals?


Seit 2005 wohne ich in Oldenburg. Ich kam aus Damaskus/ Syrien.


Sind Sie neu im Ausschuss? Oder schon länger dabei?

Ich bin ein neues Mitglied im Kulturausschuss. Ich habe Kunst und Visuelle Kultur studiert und in diesem Bereich promoviert.


Was bedeutet Kultur für Sie? Was schätzen Sie an ihr?

Die Gesellschaften werden durch ihre Kultur gekennzeichnet. Kultur spielt somit eine große Rolle bei der Identitätsbildung einer Gesellschaft.


Ich finde, dass die Kultur eine Art von direkten oder indirekten Kommunikationen zwischen den Menschen schafft, die zu einem konstruktiven Dialog führen.

Was gefällt Ihnen kulturell in Oldenburg besonders?

Oldenburg ist eine weltoffene Stadt, das hat mit der oldenburgischen Kultur zu tun. Im Vergleich zu anderen deutschen Städten ist Oldenburg tolerant und fremdenfreundlich. Kulturetage, Landesmuseum, Casablanca und Staatstheater sind meine Lieblingsorte, wo lokale sowie internationale Kultur erlebt wird.


Welche Kulturveranstaltung ist Ihnen in besonderer Erinnerung?

Es sind zahlreiche Kulturveranstaltungen, die in meiner Erinnerung als besonders verankert sind. Ich möchte allerdings an dieser Stelle die Ausstellung "100 Jahre Stadtmuseum" erwähnen, nicht nur, weil sie das Licht auf die historische Entwicklung der Stadt Oldenburg warf, sondern auch, weil ich daran mitwirken durfte.

Haben Sie mit Blick auf die kommenden fünf Jahre bestimmte Ziele oder Wünsche?`

Straßenausstellungen: Man muss nicht immer gezielt ins Museum gehen um eine Ausstellung zu besuchen.


Kunst sollte man auch auf der Straße erleben können. Deswegen bin ich dafür, dass auch in der Innenstadt Ausstellungen organisiert werden, für Passanten und Interessierte.

Kultur für alle: kulturelle Aktivitäten, die in der Öffentlichkeit stattfinden - etwa im Botanischen Garten, auf dem Utkiek, im Schlossgarten usw. - sollten mehr gefördert werden.


Informative Kultur: Kultur sollte nicht nur unterhaltsam sein, sondern auch informativ. Politische Themen weltweit sowie Klimaschutz und Zuwanderung können anhand kultureller Veranstaltungen vermittelt werden.Ich bin für eine aktive Kooperation zwischen dem Stadtmuseum und der Stadtbibliothek bzw. PFL, die die Bürger für diese Themen sensibilisieren können.



 


Über den Kulturausschuss


Der Kulturausschuss der Stadt Oldenburg tagt in einmal pro Monat, in der Regel an einem Dienstag. Wir werden in die Sitzungen in Zukunft vorab ankündigen und natürlich auch anschließend darüber berichten.

Die Mitglieder des Kulturausschusses nach Parteien
Bunte Truppe: Die Sitzverteilung im Kulturausschuss für die Jahre 2021 bis 2025. (Grafik: Kulturschnack)

Der Ausschuss hat elf Mitglieder, die sich entsprechend der Ergebnisse der Kommunalwahlen vom September 2021 zusammensetzen.


Daraus ergaben sich vier Sitze für die Wahlsieger von Bündnis 90/Die Grünen. Drei Sitze bekam die knapp geschlagene SPD. Nur zwei Sitze hat die CDU, dafür stellt sie die Ausschussvorsitzende und deren Stellvertreterin. Mit je einem Mitglied vertreten sind die Fraktionen von FDP/Volt und Linke/Piraten.


Und wie kommt es, dass manchmal trotzdem mehr Personen anwesend sind? Ganz einfach: der Ober-bürgermeister ist in den Ausschüssen qua Amt teilnahmeberechtigt.Zudem gibt es die sogenannten Grundmandate. Sie dienen der Repräsentation von Minderheiten, die nach dem regulären Verteilungsschlüssel gemäß des Wahlergebnisses keinen Platz im Ausschuss bekommen hätten. Diese Vertreter*innen haben kein Stimmrecht.


Letzteres gilt auch für die beratenden Mitglieder. Sie werden von den Fraktionen benannt. Sie nehmen an den Sitzungen teil, wirken aber - wie der Name schon sagt - beratend, nicht entscheidend.