MdKA: ANDREA HUFELAND (B90/DIE GRÜNEN)

Im Kulturausschuss werden viele wichtigen Entscheidungen getroffen, die unsere Kulturszene direkt betreffen und verändern. Aber wer sitzt überhaupt in diesem Auschuss? Wir stellen die Mitglieder in unserer Serie "MdKA" vor.


Ein Portrait der Politikerin Andrea Hufeland aus Oldenburg, Mitglied im Kulturausschuss
Viel unterwegs: Andrea Hufeland, Bündnis 90 / Die Grünen (Foto: soul-photo, J. Bichmann)

Zum Aufwärmen: Ihr Name, gerne auch das Geburtsjahr, und die Partei


Andrea Hufeland, *1957, B90/Die Grünen


Sie sind Oldenburger*in. Schon immer? Und wenn nicht, seit wann? Und von wo kamen Sie damals?


Seit 1987 lebe ich in Oldenburg, damals kam ich von einer längeren Reise (Australien, Neuseeland, Pazifik, Amerika, China) zurück, davor habe ich viele Jahre in Berlin gelebt (noch mit Mauer) und geboren und aufgewachsen bin ich in Varel.


Sind Sie neu im Ausschuss? Oder schon länger dabei?

Im Kulturausschuss war ich schon Mitglied von 2011 bis 2016 und freue mich sehr, nun wieder dabei sein zu dürfen. Erfahrungen im Kultursektor habe ich über viele Kontakte in die Kulturszene, als Unterstützerin der Globe Kulturgenossenschaft und natürlich als Zuschauerin, Zuhörerin und Teilnehmerin vielfältiger Kulturangebote.


Was bedeutet Kultur für Sie? Was schätzen Sie an ihr?

Kultur ist für mich ein wichtiger Impulsgeber für persönliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Kultur erfreut, regt an und auf, macht nachdenklich und motiviert.


„Kulturelle Orte sind von zentraler Bedeutung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie schaffen Begegnungen, bieten Raum für Diskurse und Neues, öffnen Grenzen und bauen Brücken. Kunst und Kultur(en) machen unser Leben reich und bunt.“

Was gefällt Ihnen kulturell in Oldenburg besonders?

An Oldenburg gefällt mir die Vielfalt der kulturellen Angebote. Museen und Ausstellungen, Konzerte und Lesungen auf kleinen und großen Bühnen, in Clubs oder im Freien, kleine Theater und das große Staatstheater, Kinos mit ausgewählten Filmen und besonderen Filmreihen oder das Filmfest. Ein besonderes Highlight ist für mich jedes Jahr der Kultursommer mit seiner Lebendigkeit und zahlreichen Begegnungen umsonst und draußen.


Welche Kulturveranstaltung ist Ihnen in besonderer Erinnerung?

Ein Konzert im November in der Philharmonie in Berlin mit Konstantin Wecker, der mich seit Jahrzehnten mit seinen Texten und seiner Musik berührt. Das Konzert klingt immer noch nach. Seine mutigen und poetischen Worte, seine musikalische Virtuosität und seine klaren Botschaften zwischen Wut und Zärtlichkeit beeindrucken mich.


Haben Sie mit Blick auf die kommenden fünf Jahre bestimmte Ziele oder Wünsche?`

Kunst und Kultur in Unabhängigkeit und Freiheit ermöglichen, die Vielfalt langfristig sichern, Förderung der jungen kreativen Szene, mehr Sichtbarkeit von regionalen Künstler:innen, mehr Kunst im öffentlichen Raum, Unterstützung von sozial-ökologischer Transformation und Generationenwechsel in Kultureinrichtungen, bürgernahe Ausrichtung im Neubau Stadtmuseum, besondere Förderung von (inter-)kultureller Bildung, kulturellem Austausch mit Partnerstädten, Erinnerungskultur und kultureller Teilhabe für alle.