Früher wurden die Gäste im Staatstheater über eine Treppe am alten Eingangsportal empfangen., © Günter Nordhausen
04.12.2017

Fokus Oldenburg

Eva von Holt ist die OldenburgBloggerin., © Eva von Holt Autor: Eva
Eva von Holt schnuppert seit 2011 Oldenburger Luft. Nach Donau und Ostsee hat sie die Liebe nun an die Hunte verschlagen. Und sie findet ihre neue Heimat wunderschön.

Oldenburg – damals und heute

Seitdem ich in Oldenburg lebe, hat sich die Stadt nicht groß verändert. Hier und da wurden neue Wohnhäuser gebaut, Geschäfte wurden geschlossen und neue eröffneten, die Hafenpromenade ist verlängert und verschönert worden. Viel mehr hat sich, wie ich finde, nicht getan. Das soll aber ganz und gar nicht negativ klingen, denn Oldenburg ist einfach schön wie es ist.

Mein kleiner Rückblick über sechs Jahre ist jedoch zu kurz, um große Veränderungen am Gesicht einer Stadt festzustellen. Da müssten es schon 50 oder mehr Jahre sein. Die älteren Stadtbewohner werden sich wahrscheinlich noch erinnern können: Vor genau 50 Jahren wurde die Oldenburger Fußgängerzone eingerichtet. Ebenfalls in diese Zeit fällt die Verkehrsumgestaltung und Bahnhochlegung am Pferdemarkt. Der VfB Oldenburg spielte damals noch im Stadion Donnerschwee – in der Oberliga – und das Wallkino hatte seine Blütezeit.

All diese kleinen und großen Ereignisse, die Gesichter und Geschichten der Stadt Oldenburg hielten die beiden Fotografen Günther Nordhausen und Peter Kreier bildlich fest: Woodstock-Feeling beim Kultursommer 1979; Fahrraddemo der Oldenburger Studenten 1976; Bauerndemonstration 1971; prominente Besucher wie zum Beispiel der Dalai Lama 1989 oder Thomas Gottschalk 1998; Sportereignisse; das Wirtschaftswunder und der Alltag in der Innenstadt; Unglücke; Wetterkapriolen und Schnee in Oldenburg...

Beim Betrachten entlocken die Fotos den Oldenburger Besuchern ein „Ach, weißt du noch...?“ oder „Warst du da nicht auch dabei?“, aber auch ein „Echt? Das wusste ich noch gar nicht.“ oder ein „Ah so sah das damals da aus.“
Nach meinem Ausstellungsbesuch habe ich mich auf die Spuren von Nordhausen und Kreier begeben und mal geschaut, was sich so alles in den letzten 65 Jahren in Oldenburg getan hat. Dabei ist dieser kleine Foto-Vergleich entstanden:

Das PFL 1953 und heute: Das Gebäude selbst sieht noch genauso aus, doch davor standen in der Nachkriegszeit Baracken, die Vertriebenen und Flüchtlingen als Unterkunft dienten.

Das Modehaus Leffers 1974 und heute: Der Name ist gleich geblieben, aber der Schriftzug und das Haus sind heute wesentlich moderner gestaltet.

Das Wallkino 2004 und heute: Seit seiner Schließung im Jahr 2007 steht das schöne Stadtkino leer.

Der Berliner Platz 1974 und heute: Dort wo früher eine Freifläche war, steht heute das Parkhaus der Oldenburger Schlosshöfe.

Der Strohhalm 1980 und heute: Die Kneipen der Wallstraße sind nach wie vor ein beliebter Treffpunkt im Oldenburger Nachtleben.

Das Staatstheater 1960 und heute: Auch das Theatergebäude wurde modernisiert und erweitert und empfängt seine Besucher nicht mehr über eine Treppe am alten Eingangsportal.

Die Ausstellung „Fokus Oldenburg“ inspiriert noch zu vielen weiteren Vergleichen von damals und heute, aber die überlasse ich nun euch. Dafür müsst ihr nur das Stadtmuseum besuchen und danach mit offenen Augen (oder dem Fotoapparat) durch Oldenburgs Straßen gehen. Zeit habt ihr dafür noch bis zum 14. Januar 2018.

Eva von Holt ist die OldenburgBloggerin., © Eva von Holt

Autor: Eva

Eva lebt seit 2011 im wunderschönen Oldenburg. Bevor sie hierher kam, hat sie schon vier Jahre (Ost)Seeluft in Rostock geschnuppert und Germanistik studiert. Aufgewachsen ist sie allerdings an einem viel kleineren Gewässer, nämlich an der Donau. Die Liebe brachte sie schließlich in den Norden und nun fühlt sie sich sehr wohl hier. An Oldenburg mag sie besonders die schöne Architektur, das reichhaltige Kulturprogramm und nicht zuletzt die vielen kreativen, engagierten, hilfsbereiten, offenen Menschen. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie auf Kreativ- oder Flohmärkten unterwegs, besucht Konzerte oder erkundet die Stadt und ihre Umgebung. Über ihre Erlebnisse in Stadt und Region berichtet sie auch online, auf www.deroldenburgblog.de

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