Die Duckomenta im Stadtmuseum Oldenburg zeigt Gemälde, Skulpturen, Porzellan und andere Dinge in vielen Facetten., © Duckomenta Oldenburg, Foto: Laura Horstmann
27.04.2018

DUCKOMENTA - Ein Nachmittag im Stadtmuseum

Laura Horstmann ist Studentin an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Dort studiert sie Tourismuswirtschaft., © Laura Horstmann Autor: Laura
Laura Horstmann ist Studentin an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Dort studiert sie Tourismuswirtschaft. Durch ein Praktikum in Oldenburg kam sie zum ersten Mal mit dem Bloggen in Berührung.

Es ist Wochenende. Die Sonne lacht. Ich lache. Alle lachen. Alle, bis auf mein Freund Aaron, denn letzte Woche versprach er mir, mich ins Museum zu begleiten und das gehört nicht zu den Dingen, mit denen er gern das Wochenende einläutet. Ich weiß gar nicht wann oder ob er schonmal freiwillig in einem war. Aber wie es häufig so ist, muss man sich auf Dinge einlassen, um sich von Gegenteil überzeugen zu lassen. Und vorweggenommen kann ich sagen: Am Ende des Tages lacht auch er.
Zurzeit stellt das Stadtmuseum die Ausstellung DUCKOMENTA vor, bei der bekannte Kunstwerke verschiedener Epochen verfremdet durch Abbildungen von Enten dargestellt werden. Und ich weiß, auch ihr habt schonmal das ein oder andere Werk gesehen. Die Ausstellung zeigt Gemälde, Skulpturen, Porzellan und andere Dinge in vielen Facetten.

Zu Besuch bei der Entensippe

Wir treffen uns also in Oldenburg vor dem Stadtmuseum im Sonnenschein, holen uns zwei Karten und betreten die Ausstellung. Schon beim Betreten lächelt uns die „Mona Lisa“ an und jetzt weiß auch mein Freund, dass er mitreden kann und hier keine abstrakte Kunst auf ihn wartet, die einen großen Interpretationsspielraum zum Verständnis benötigt. Die Ausstellungsstücke sind in den einzelnen prunkvollen Räumen so positioniert, als ob sie dort einfach hingehören und das Gesamtbild des jeweiligen Raumes vervollständigen. So begeben wir uns also mit unserem Halbwissen über Kunst von Raum zu Raum und beginnen mit der Challenge „Wer weiß mehr?“. Hierbei entstehen richtige Diskussionen, denn jeder weiß etwas, das der andere noch nicht kennt. Und so begegnen uns viele bekannte Kunstwerke, „entisch“ interpretiert. Darunter zum Beispiel Albert Einstein, Mozart, Kaiserin Sissi oder eben Mona Lisa. Aber auch Dinge, mit denen man nicht rechnet, wie zum Beispiel eine riesige Skulptur eines Entenkopfes.

Nice to know

Bis zu diesem Zeitpunkt weiß ich nichts über Briefmarken. Ich weiß noch nicht einmal was in der Vitrine da genau die Kunst ist, bis ich die kleinen Briefmarken auf den alten Briefen sehe. Jetzt weiß ich, dass die ersten zwei Briefmarken von Mauritius heute 1 Millionen Euro wert sind. Wenn ich das jemandem erzähle sollte ich darauf achten, dass auf den Originalen nicht wirklich Enten abgebildet sind. Woher mein Freund wohl so viel darüber weiß?

Auf Spurensuche

Zwischenzeitlich vergesse ich sogar, dass in den historischen Francksen-Villen nicht die „originalen“ Werke zu sehen sind, sondern ich mich in der Duckomenta befinde. Die einzelnen Gemälde sehen den Originalen so ähnlich.
Teilweise schauen wir zwei Mal hin, um eine Ente zu entdecken. So befinden sich zum Beispiel in einem Zimmer verschiedene Porzellanteller. Zwischen den Tellern sind einzelne Exponate der Ausstellung platziert, sodass ich zunächst denke, diese seien nicht Teil der Ausstellung. Und auf einmal erkenne ich auf dem ein oder anderen Porzellanstück doch verschiedene Entenmotive. Also begebe ich mich mit nun noch mehr geschärften Sinnen durch das Museum, denn verpassen möchte ich nichts.

Kommt vorbei!

Natürlich möchte ich nicht zu viel verraten. Aber eines auf jeden Fall: Die Ausstellung ist sehenswert! Einige Werke kennt man bereits als Original oder in der Entenversion. So ist diese Ausstellung für jeden etwas, denn man kann mitreden. Und genau das macht Spaß. Ihr könnt euren Liebsten etwas erzählen oder sie erzählen euch etwas, das ihr noch nicht wisst. Wenn ihr hier im schönen Oldenburg zu Besuch seid oder hier wohnt dann schaut vorbei, es lohnt sich. Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Eure „entischen“ Lieblingsgemälde könnt ihr euch noch bis zum 30. September 2018 im Stadtmuseum Oldenburg anschauen.

Laura Horstmann ist Studentin an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Dort studiert sie Tourismuswirtschaft., © Laura Horstmann

Autor: Laura

Laura Horstmann ist Studentin an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Dort studiert sie Tourismuswirtschaft. Durch ein Praktikum in Oldenburg kam sie zum ersten Mal mit dem Bloggen in Berührung. Ihr Interesse war geweckt. „Durch das Bloggen habe ich die Möglichkeit hinter die Kulissen meiner Heimatstadt zu schauen. Ich lerne immer neue Blickwinkel kennen und bin fasziniert, was Oldenburg kulturell alles zu bieten hat.“

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