Bee at the beach, 1950, © dpa picture alliance
09.03.2018

Die Geschichte des Comics

Eva von Holt ist die OldenburgBloggerin., © Eva von HoltAutor: Eva
Eva von Holt schnuppert seit 2011 Oldenburger Luft. Nach Donau und Ostsee hat sie die Liebe nun an die Hunte verschlagen. Und sie findet ihre neue Heimat wunderschön.

Wer kennt sie nicht: Donald Duck, Mickey Mouse, Asterix und Obelix, Superman oder Fix und Foxi? Das sind nur wenige von vielen Helden, die seit unserer Kindheit bis heute allgegenwärtig sind. Längst sind sie aus ihrem Ursprungsmedium, dem Comic, herausgekommen, um die Welt zu erobern: in Filmen, Fernsehserien, im Spielzeuggeschäft oder auf der Cornflakes-Verpackung – die kleinen Figuren sind überall vertreten.

Und man kennt ja nicht nur ihr Aussehen und ihren Namen, sondern auch ihren Charakter und ihre Geschichte. Da gibt es den tollpatschigen Donald und seinen reichen Onkel Dagobert, den glücklosen Charlie Brown und seinen verträumten Hund Snoopy oder den gerissenen Lucky Luke und die begriffsstutzigen Dalton-Brüder.

Sie alle und noch weitere (Anti)Helden unserer Kindheit trefft ihr zurzeit in der Sonderausstellung des Oldenburger Stadtmuseums. Unter dem Titel „Die Neunte Kunst“ haben das Horst-Janssen-Museum, das Stadtmuseum und das Edith-Russ-Haus ihre erste Kooperationsausstellung auf die Beine gestellt, die sich einem immer noch etwas randständigen Thema widmet - den Comics bzw. Graphic Novels.
 

Die Geschichte des Comics Bild 1
Die Geschichte des Comics Bild 1 Galerie
Die Geschichte des Comics Bild Wilhelm Busch

Im Stadtmuseum, wo die Geschichte und Wirkungsweise des Comics beleuchtet wird, geht es deshalb seit Anfang Februar ganz schrill und bunt zu. An den Wänden hängen Sprechblasen, auf dem Boden sind Comic-Helden abgebildet und in einer riesigen Comicvitrine gibt es allerlei Merchandise-Artikel von damals und heute zu bestaunen. Besonderes Highlight: die Mickey- und Snoopy-Telefone.

Die Geschichte des Comics Snoopy-Telefon

Auch wenn Deutschland nicht das erste Land ist, an das man denkt, wenn man von der Geschichte des Comics spricht, gibt es auch hier berühmte Vorläufer der Bildergeschichten und bekannte Vertreter. Man denke nur an Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ – ein bebildertes Gedicht (noch ohne Sprechblasen) – oder an die kurzen (textlosen) Episoden über „Vater und Sohn“ von e.o.plauen.

Und auch wenn Comicfiguren in Deutschland keine Häuserwände oder Flugzeuge zieren, wie in Belgien oder Frankreich, haben sie doch auch eine gewisse Popularität erreicht. Keine Spur mehr vom schlechten Image als „minderwertige“ oder „jugendgefährdende“ Literatur, das dem Comic noch bis in die 60er Jahre anhaftete.

 

Die Geschichte des Comics Bild 6 roter Faden

Das Schöne an der Ausstellung ist, dass man so viel Bekanntes wiedersieht, an das man schon längst nicht mehr gedacht hat – auch wenn man sich selbst nicht als Comicleser/in bezeichnen würde. So strahlt einem im Obergeschoss der Sonderausstellung eine große Sailermoon mit Kulleraugen an und auf einem Fernseher bewegt sich das „La Linea“-Männchen, das die Zuschauer auch heute noch zum Lachen bringt.

Wer gerne wieder oder noch tiefer in die Welt der Comichefte und -bücher eintauchen möchte, kann es sich gleich vor Ort auf einem Sitzsack bequem machen und in ein paar Ausgaben schmökern; oder auch am Zeichentisch kreativ werden und eine eigene Comicfigur entwerfen. Der Fantasie sind dabei natürlich keine Grenzen gesetzt. 

Die Geschichte des Comics Bild 3 Linea
Die Geschichte des Comics Bild 4 Sitzsach
Die Geschichte des Comics Bild 5 Zeichnen

Nicht vergessen: Die Ausstellung „Die Neunte Kunst – Die Geschichte des Comics“ im Stadtmuseum ist noch bis zum 2. April zu sehen.

Mehr Infos findet Ihr hier >>
 

Eva von Holt ist die OldenburgBloggerin., © Eva von Holt

Autor: Eva

Eva lebt seit 2011 im wunderschönen Oldenburg. Bevor sie hierher kam, hat sie schon vier Jahre (Ost)Seeluft in Rostock geschnuppert und Germanistik studiert. Aufgewachsen ist sie allerdings an einem viel kleineren Gewässer, nämlich an der Donau. Die Liebe brachte sie schließlich in den Norden und nun fühlt sie sich sehr wohl hier. An Oldenburg mag sie besonders die schöne Architektur, das reichhaltige Kulturprogramm und nicht zuletzt die vielen kreativen, engagierten, hilfsbereiten, offenen Menschen. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie auf Kreativ- oder Flohmärkten unterwegs, besucht Konzerte oder erkundet die Stadt und ihre Umgebung. Über ihre Erlebnisse in Stadt und Region berichtet sie auch online, auf www.deroldenburgblog.de

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