Außenansicht Edith-Russ-Haus für Medienkunst, © Edith-Russ-Haus

Edith-Russ-Haus

Edith Maria Ruß: Eine Journalistin, die ihre Karriere zugunsten eines Pädagogikstudiums aufgab, mit 53 Jahren noch ein Zusatzstudium als Sonderschullehrerin abschloss und fortan geistig behinderte Kinder unterrichtete. Eine Frau, die Kunst sammelte und ihr gesamtes Barvermögen von fast 2 Millionen Mark der Stadt Oldenburg vererbte, unter der Auflage, damit ein Haus „für Kunst im Übergang ins neue Jahrtausend" zu schaffen.

So entstand im Jahr 2000 das Edith-Russ-Haus. Das Ausstellungshaus zeigt internationale, zeitgenössische Kunst, wobei der Schwerpunkt ganz klar auf der Medienkunst liegt. Es gibt keine Dauerausstellung, sondern ein regelmäßig wechselndes Ausstellungsprogramm, welches den Fokus auf Künstler legt, die sich kritisch mit der gesellschaftlichen Realität auseinandersetzen Dies kann in Form von Videos, Animationen, Installationen oder Computerspielen geschehen. 

Besucherin beim Ausprobieren.

KLINGT KOMPLIZIERT?

Ok, wir geben zu: Das ein oder andere erklärt sich vielleicht nicht von selbst. Aber neugierig zu sein und sich darauf einzulassen lohnt sich. Und zeitgenössische Kunst hat einen großen Vorteil: Die Künstler leben (meistens) noch. Einen Van Gogh könnt ihr nicht mehr fragen, warum er ausgerechnet Sonnenblumen und keine Geranien gemalt hat. Im Edith-Russ-Haus habt ihr hingegen die Möglichkeit, bei Veranstaltungen wie Künstlergesprächen oder Workshops die Künstler kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch über die Hintergründe und Bedeutung ihrer Kunstwerke zu kommen. 

EINFACH MAL HEREINGESCHNEIT

Ihr möchtet einfach mal vorbeikommen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen? Unser Tipp: An jedem vierten Samstag im Monat ist der Eintritt frei und jeden Sonntag werden kostenlose Führungen um 11:00 und 15:00 Uhr angeboten. Für Studierende der Oldenburger Universitäten ist der Eintritt sogar grundsätzlich frei - und für alle anderen mit 2,50 € bzw. 1,50 € ermäßigt auch wirklich nicht teuer.

HOLLYWOOD CALLING

Ihr habt Lust bekommen, selbst etwas zu erschaffen? In euch steckt ein kleiner Quentin Tarantino oder auch Walt Disney? Ihr wolltet schon immer einen Trickfilm drehen, wisst aber nicht, wie? Dann meldet euch an für einen der Trickfilmworkshops im Edith-Russ-Haus. Im Rahmen des Workshops lernt ihr die Trickfilmtechnik ‚Stop-Motion‘, mit der ihr Zeichnungen, Fotos und Knetfiguren oder andere Dinge zum Leben erwecken könnt. Anschließend produziert ihr euren eigenen kurzen Trickfilm und seid dem Oscar damit einen großen Schritt näher gekommen!

Lautmalerei im Comic, zu sehen im Stadtmuseum., © Stadt Oldenburg
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